Anfang der katholischen Gemeinde Witten im Jahr 1835
Der erste katholische Gottesdienst nach der Reformation war am 03. Mai 1835 im kleinen Saal von Haus Berge, und fand dann auch hier regelmäßig statt.

Die Gemeinde genoß 5 Jahre das Gastrecht im Haus Berge. Inzwischen war sie bedeutend angewachsen, sodaß ihres Bleibens dort nicht mehr sein konnte. Die Kündigung ist ziemlich schnell erfogt. Innerhalb eines Monats, so lautete der Bescheid des Besitzers von Haus Berge, möchte die Gemeinde sich nach einem anderen passenden Saal umsehen. Da war denn Eile nötig. Als ein solcher Saal nicht aufgefunden wurde, mußte ein neuer gebaut werden. Der dafür ausgewählte Platz war das Pfarrgrundstück an der Hauptstraße 73. Hier wurde ein Anbau aufgeführt, an welchem sich alle Gemeindeglieder beteiligt haben. Was errichtet wurde, sah dürftig genug aus. Es glich mehr einem Stall als einem würdigem Kirchlein. Das Dach bestand aus Brettern, die als sie eingetrocknet waren, so klaffende Risse auswiesen, daß der blaue Himmel hindurchschien, und Schnee und Regen ungehindert eindringen konnten. Immerhin waren die Gemeindeglieder zufriedengestellt, denn sie saßen jetzt auf eigenem Grund und Boden, wo sie ungekündigt bleiben konnten bis sie in der Lage waren, ein ansehnlicheres Gebäude errichten zu können.
Von Pfingsten 1840 bis 1848 fand der Gottesdienst in dieser ersten Notkirche im Garten des Missionshauses Hauptstraße 73 statt.
Am 02. Januar 1846 wird die Gemeinde eine selbständige Pfarrei, und im gleichem Jahr wird der Grundstein zum Kirchenbau gelegt.
Gerrit Haren: Geschichte der Stadt Witten, Witten 1924 (S.397); Stadt Witten: Heimatbuch zur Jahrhundertfeier der Stadt Witten, Witten 1926 (S. 48); 100 Jahre Pfarrei "Unsere Liebe Frau vom Siege", Witten 1946
Letzte Aktualisierung dieser Seite: Sonntag, 11.07.2010